Townscape Spotlights: Lindenauer Hafen
Townscape Spotlights: Lindenauer Hafen

Von einem Schiff ohne Hafen hat man schon mal gehört, aber wohl selten von einem Hafen ohne Schiffe. Genau diese Beschreibung traf jedoch für lange Zeit auf den Lindenauer Hafen in Leipzig zu.

Der erste Spatenstich für dessen Errichtung wurde 1938 gesetzt, im Frühjahr 1943 musste das Bauvorhaben jedoch aufgrund des zweiten Weltkrieges bereits eingestellt werden. Zwar waren große Teile des Hafens bereits fertiggestellt, doch eine Anbindung an die übrigen Leipziger Wasserwege fehlte, wodurch der Hafen für Schiffe nicht zu erreichen war. Nach über 70 Jahren Stillstand entschied die Stadt 2015, die Anbindung des Lindenauer Hafens an den Karl-Heine-Kanal doch noch zu fluten und eine der letzten Wasserlagen Leipzigs in ein attraktives Stadtquartier zu verwandeln.

Der Lindenauer Hafen war für uns von Anfang an ein spannendes urbanes Projekt. Startschuss war ein Investorenwettbewerb für die Ausschreibung eines Teilgrundstückes des Lindenauer Hafens, den wir im September 2016 gewonnen haben. Direkt am Hafenbecken entstanden im Rahmen der Projektentwicklung Lido 72 Wohnungen mit zwei bis fünf Zimmern. Jedes der zwischen 50 und 120 Quadratmeter großen Apartments verfügt über eine Loggia oder eine Terrasse und alle haben dank einer geschickten architektonischen Lösung einen direkten Blick aufs Wasser.

„Bereits bei Baubeginn stand ein Käufer für das gemeinsam mit der Sassenscheidt Gruppe entwickelte Wohnbauprojekt fest – 2021 konnten wir die Wohnungen dann pünktlich an die Hamburger HanseMerkur Grundvermögen AG übergeben. Diese Nachfrage spricht für die attraktive Lage der entwickelten Wohngebäude“, erklärt unser geschäftsführender Gesellschafter Sebastian Grabianowski.

Der Lindenauer Hafen befindet sich nur vier Kilometer westlich des Stadtzentrums und ist umgeben von dem Biotopraum Schönauer Lachen sowie den prosperierenden Stadtteilen Lindenau und Plagwitz. In den letzten Jahrzehnten hat sich Plagwitz zu einem lebendigen Zentrum der Kultur- und Kreativwirtschaft entwickelt und ist zum Anzugspunkt für junge Unternehmer und Start-ups geworden, die sich in den imposanten Industriebauten und Fabrikhallen niederlassen. Hier wird Leipzig seinem Ruf als Wasserstadt gerecht: Das von Gründerzeitbauten gesäumte Ufer des Karl-Heine-Kanals und das Kanalnetz der Weißen Elster sind beliebt bei Spaziergängern und Wassersportbegeisterten. Der angesagte Szene-Kiez Alt-Lindenau mit seinen vielen kleinen Straßencafés und inhabergeführten Geschäften ist in nur wenigen Minuten erreichbar und eröffnet den Bewohnern des Lidos eine bunte Vielfalt an Freizeitangeboten. Erholung abseits des urbanen Trubels bieten die Schönauer Lachen, die 1985 unter Naturschutz gestellt wurden, da sich hier zahlreiche geschützte Pflanzen und Tiere finden lassen. Zusammen mit dem Hafen selbst, der eine direkte Verbindung zum Leipziger Neuseenland darstellt, bildet das Mosaik aus Gewässern sowie Acker- und Grünflächen ein naturnahen Rückzugsort, der dem Stadtquartier zusätzliche Wohnqualität verleiht.

Sebastian Grabianowski: „In unserem Projekt Lido spiegelt sich die Lebensqualität Leipzigs als eine der dynamischsten und zugleich geschichtsträchtigsten Großstädte Europas wider. Wir sind froh, mit dem geschaffenen Wohnraum einen Beitrag zur Entwicklung der sächsischen Metropole geleistet zu haben.“